Resistenze kehrt unter den Sternen zurück für einen besonderen Abend, der ganz Duccio Galimberti gewidmet ist, um an die berühmte Rede zu erinnern, die er am 26. Juli 1943 vom Balkon seines Ateliers in Cuneo.
Am Sonntag, den 26. Juli, um 21 Uhr im Parco della Resistenza (Bühnenbereich/hinter Famù im Park) findet eine Doppelveranstaltung statt:
Lesung von Lorenzo Baravalle, Autor und Podcaster von „Qui si fa l'Italia“, „Atomika“ und „Frate Mitra“, die an der Spitze der italienischen Hörercharts stehen und kürzlich von La Stampa zum „Bürger des Jahres“ gewählt wurden,
gefolgt von einer Vorführung des Dokumentarfilms „Duccio Galimberti – il tempo dei testimoni“ von Teo De Luigi (2005, 65 Minuten).
Zur Teilnahme an der Veranstaltung werden die Besucher gebeten, eine eigene Decke als Sitzgelegenheit mitzubringen.
Die Veranstaltung wird von der Gemeinde Cuneo zusammen mit Tavolo Resistenze organisiert.
„Duccio Galimberti – Die Zeit der Zeugen“
Anwalt, Anhänger Mazzins, Europäer, Antifaschist, Partisan, Nationalheld, Träger der Goldmedaille für militärische Tapferkeit: Tancredi „Duccio“ Galimberti war all das.
Am 25. Juli 1943 wurde Mussolini in einer überraschenden Wendung der Ereignisse abgesetzt und Marschall Badoglio zum Regierungschef in Rom ernannt. Die Nachricht vom Fall des Faschismus verbreitete sich rasch. Im ganzen Land, das von jahrelangem Krieg und Entbehrungen gezeichnet war, brach Volksjubel aus, faschistische Symbole wurden zerstört, und politische Parteien entstanden neu, im Glauben, dass das Ende des Regimes und das Ende der Kampfhandlungen untrennbar miteinander verbunden seien. Doch dem war nicht so; der Kampf hatte gerade erst begonnen.
Der folgende Tag in Cuneo war besonders ereignisreich: Versammlungen, Angriffe auf das Hauptquartier der Nationalfaschistischen Partei und die Wohnhäuser ihrer Anführer. Auf der damaligen Piazza Vittorio Emanuele II versammelte sich eine Menschenmenge, um einer kurzen Rede des ehemaligen liberalen Ministers Marcello Soleri zuzuhören, und anschließend, von der großen Terrasse seines Hauses aus, einer Rede von Duccio Galimberti, einem Anwalt mit engen Verbindungen zu antifaschistischen Kreisen in Turin und einem der Gründer der Aktionspartei. Die Rede ist weder als Manuskript erhalten noch vollständig transkribiert worden, aber auf der Grundlage zahlreicher Zeugenaussagen wurde eine Rekonstruktion erstellt, die allgemein als zuverlässig anerkannt ist: „…Der Krieg geht weiter… Ja, der Krieg geht weiter, bis der letzte Deutsche vertrieben ist, bis die letzten Überreste des faschistischen Regimes verschwunden sind, bis der Sieg des italienischen Volkes errungen ist, das sich gegen Mussolinis Tyrannei auflehnt, aber sich nicht einer Oligarchie anschließt, die versucht, sich selbst auf Kosten der Italiener zu retten, indem sie Mussolini über Bord wirft.“