Was wird aus der liberalen Demokratie? Eine Zukunft, die es zu entschlüsseln gilt
Der Cespec-Workshop 2025 widmet sich aus verschiedenen, miteinander verwobenen Perspektiven einem der drängendsten Probleme unserer Zeit: der Krise der liberalen Demokratie. Nach ihrem weltweiten Aufstieg im 20. Jahrhundert erleben wir heute ein wachsendes Misstrauen gegenüber demokratisch-verfassungsmäßigen Systemen, untergraben durch Populismus, autoritäre Führung und plebiszitäre politische Modelle. Phänomene wie Souveränismus, soziale Unsicherheit und die Gegenreaktion auf Globalisierung und Migration schüren weitverbreitete Unzufriedenheit. Dies führt zu disruptiven Wahlentscheidungen, der Schwächung demokratischer Institutionen und einer Legitimationskrise innerhalb der Europäischen Union. In diesem Szenario ebnet die Schwierigkeit für Demokratien, auf die konkreten Bedürfnisse ihrer Bürger einzugehen, den Weg für autoritäre Vereinfachungen und einen Paradigmenwechsel in der Kultur – mit tiefgreifenden Auswirkungen auf das internationale geopolitische Gleichgewicht. Die drei geplanten Veranstaltungen bieten Raum für Analyse und Diskussion, um die laufenden Transformationen zu verstehen und mögliche zukünftige Entwicklungen liberaler Demokratien zu entwerfen.
Zu den Referenten gehören:
Giovanni Borgognone (Universität Turin): Die Entwicklung der amerikanischen Demokratie vom 20. Jahrhundert bis heute;
Francesco Clementi (Universität La Sapienza, Rom): Die Krise der modernen Demokratien – Politische und verfassungsrechtliche Aspekte;
Francesco Costamagna (Universität Turin): Das Problem der Zölle zwischen Europa und Amerika;
Mario Del Pero (Sciences Po – Paris): Die „Trump-Ausnahmeregelung“: Ihre innen- und außenpolitischen Folgen;
Ezio Mauro, ehemaliger Herausgeber von La Repubblica und La Stampa: Welche neue internationale Ordnung?;
Valentina Pazé (Universität Turin): Das Wachstum von „Demokratien“ und das Problem des Schutzes von Rechten
. Am Ende des Workshops wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die als Fortbildungsnachweis dient.
Die Veranstaltung wird von Cespec in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut des Widerstands und der Zeitgenossenschaft in der Provinz Cuneo und mit Unterstützung der CRC-Stiftung organisiert.
Freier Eintritt, solange Plätze verfügbar sind