Proserpina (Erinnerung ist eine Falle) • Termine mit Matteo Corradini

Wann
3. Februar 2026
Wo
Std
18
Typologie
Proserpina

Im Rahmen der Initiativen zum Holocaust-Gedenktag schlägt scrittorincittà Folgendes vor:

PROSERPINA (Erinnerung ist eine Falle)

von und mit Matteo Corradini und der außergewöhnlichen Mitwirkung (per Video) von Saba Poori

Dienstag, 3. Februar, 18 Uhr (öffentlich zugänglich) • Mittwoch, 4. Februar, Uhr 10 (nur für Schulen) Kino Monviso (Via XX Settembre 14, Cuneo)

Proserpina (Persephone in der griechischen Mythologie) ist die junge Tochter von Ceres (Demeter) und Jupiter (Zeus). Der Mythos erzählt, dass sie von Pluto (Hades), dem Gott der Unterwelt, entführt und getäuscht wird. Durch eine List wird sie zwar befreit, aber nicht vollständig, und fortan erlebt sie nur wenige Monate im Jahr Licht und Glück. Sie ist es, die das Jahr in zwei Hälften teilte.

Mit der besonderen Mitwirkung der iranischen Dissidentin und Tänzerin Saba Poori ist die Lesung ein fortwährender, mal ironischer, mal tiefgründiger Versuch, Proserpinas Geschichte mit Worten und Körper zu erzählen – vielleicht gelingt es ihr nie ganz, vielleicht hier und da. Tatsächlich sind zu viele Geschichten miteinander verwoben und ähneln diesem Mythos auf dramatische Weise: angefangen bei den Mädchen, die Opfer des Holocaust wurden, in nationalsozialistischen Konzentrationslagern verschleppt wurden und nur selten überlebten, wieder zum Leben erweckt wurden, aber mit der unauslöschlichen Erinnerung an das Geschehene behaftet, einer Erinnerung, die sie immer wieder in die Dunkelheit zurückzieht. Und dann sind da die Mädchen, die Opfer des Völkermords in Ruanda wurden, und noch weiter zurück in der Geschichte jene des armenischen Völkermords. Bis hin zur Geschichte der iranischen Frauen von heute, so aktuell wie eh und je, der Geschichte von „Donna vita libertà“.

Die Lesung wirft immer wieder die Frage auf, ob Erinnerung selbst eine Falle ist. Und was es bedeutet, etwas mit viel Erinnerung mit etwas ohne Erinnerung zu verbinden. Es ist ein Dialog zwischen den Geschichten mehrerer junger Frauen im Holocaust und danach, erzählt von Matteo Corradini und der Stimme und dem Körper von Saba Poori, die ihre persönliche Geschichte als iranisches Mädchen schildert. Gemeinsam verschmelzen und verflechten sich die beiden Stimmen, um Proserpina in einen neuen Frühling zu begleiten. Denn nichts erblüht, bevor es nicht gelernt hat zu verschwinden.

(Einige kurze Passagen des Textes sind in Farsi mit italienischen Untertiteln.)

So können Sie teilnehmen

Es sind zwei Aufführungen geplant, eine öffentlich und eine für Schulen:

Dienstag, 3. Februar, 18:00, Monviso Kino > Eintritt frei, öffentlich zugänglich ,Reservierung erforderlich. Um Ihren Platz zu reservieren, klicken Sie hier.

Mittwoch , 4. Februar, 10:00, Monviso Kino > Reservierung für Schulen (3. Klasse der Mittelschule und 1., 2. und 3. Klasse der Oberschule), Eintritt frei, mit Reservierung. Reservierungen sind telefonisch unter 0171.444822 von 14:30 bis 17:30 Uhr, Dienstag bis Freitag, 14. bis 23. Januar.

Für weitere Informationen: info@scrittorincitta.it • 0171.444822

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