Patrilinearität. Eine Geistergeschichte
Donnerstag, 30. Januar, um 21 Uhr im Teatro Toselli (via Teatro Toselli, 9), eine Lesung mit Live-Musik von und mit Enrico Fink, basierend auf dem Buch Patrilineare. Eine Geistergeschichte (Lindau).
Anhand der Erlebnisse der Familien Fink und Bassani „Patrilinear: Eine Geistergeschichte “ (Lindau) universelle Themen wie Identität, Erinnerung und das Erbe des Holocaust. Im Mittelpunkt steht Elias, ein junger Musiker, der nach dem Tod seiner Großmutter beschließt, seine jüdischen Wurzeln wiederzuentdecken. In einer komplexen und kunstvoll strukturierten Erzählung mit häufigen Zeitsprüngen und Rückblenden verweben sich Elias’ Erlebnisse mit denen seiner Familie – von der Ankunft seiner Urgroßeltern in Italien bis zur Tragödie des Zweiten Weltkriegs und ihrer Deportation nach Auschwitz. So entsteht eine intime und fesselnde Geschichte, eine Welt der Erinnerungen, Emotionen und Reflexionen, in der das oft schmerzhafte Bewusstsein der Vergangenheit mit humorvollen Momenten und Selbstironie wechselt. „Patrilinear: Eine Geistergeschichte“ ist ein Buch, das uns tief berührt und uns hilft zu verstehen, wie sehr unsere Familiengeschichten zu unserer Identität beitragen.
Enrico Fink wird die Geschichte im Teatro Toselli im Rahmen einer Lesung mit Live-Musik. Er wird dabei von Gitarrist Massimo Ferri.
Finks Roman erhielt eine besondere Erwähnung beim 37. Calvino-Preis.
Enrico Fink wurde 1969 in Florenz geboren. Er ist Komponist, Sänger und Flötist und arbeitet außerdem als Dramatiker, Forscher und künstlerischer Leiter. Nach seinem Physikstudium 1994 gab er weitere Studien in diesem Bereich auf, um sich ganz der Musik zu widmen, zunächst in der Tanzszene und als Jazzmusiker, später der Wiederentdeckung und Förderung der italienisch-jüdischen Musiktradition. 1998 inszenierte er das Theaterstück „Patrilineare“, das denselben Titel wie der für den Preis eingereichte Roman trägt – sein erstes und einziges narratives Werk.
Eintritt frei.