Die Friedenslampe von Assisi: Ein Runder Tisch zum Dialog zwischen den Religionen
Am Sonntag, dem 20. September 2026, wird die Friedenslampe von Assisi, ein Symbol für Brüderlichkeit, Versöhnung und Dialog zwischen den Völkern, in Cuneo eintreffen. Ihre Ankunft in der Hauptstadt wird von einer Podiumsdiskussion zum interreligiösen Dialog begleitet, die um 21:00 Uhr im Saal San Giovanni, Via Roma 4, stattfindet.
Die Initiative ist Teil des Programms „Cuneo für den Frieden“, das von der Stadt Cuneo ins Leben gerufen wurde, um friedensbezogene Initiativen lokaler Vereine und Organisationen zu koordinieren. Der Abend des 20. September soll daher nicht nur einen symbolischen Moment der Begrüßung der Lampe darstellen, sondern auch einen weiteren Schritt zur Stärkung des breiten Engagements der Stadt für Frieden, Dialog und friedliches Zusammenleben.
Das Treffen, organisiert vom Bistum Cuneo-Fossano unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Cuneo, wird Bischof Derio Olivero von Pinerolo sowie Vertreter der verschiedenen Religionen, Konfessionen und Glaubensgemeinschaften aus der Region Cuneo zusammenbringen. Musikalische Darbietungen von Giorgio Signorile sind ebenfalls geplant.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für die heutige Öffentlichkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Diskussion wird sich auch auf das kürzlich in Rom von Vertretern zahlreicher italienischer Religionsgemeinschaften und -traditionen unterzeichnete Dokument „Der italienische Weg des interreligiösen Dialogs: Religionen im öffentlichen Raum und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ beziehen.
Der Pakt definiert Dialog nicht als bloße Grundsatzerklärung, sondern als konkrete Entscheidung, die auch bei Meinungsverschiedenheiten verfolgt werden soll. Er ruft die Religionsgemeinschaften zur Zusammenarbeit für das Gemeinwohl in den zentralen Fragen von Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde, Inklusion und Umweltschutz auf. Zu den eingegangenen Verpflichtungen gehören auch die Bekämpfung von Gewalt und Diskriminierung sowie die Förderung einer Friedenskultur, die auf Gerechtigkeit, Mitgefühl und der Anerkennung der gegenseitigen Abhängigkeit der Völker beruht. Schließlich fordert das Dokument ausdrücklich die Schaffung lokaler und nationaler Netzwerke, die gemeinsam die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen können: Frieden, Akzeptanz, Migration, Ökologie, soziale Gerechtigkeit und die Fürsorge für schutzbedürftige Gruppen.
Am Morgen des Montags, dem 21. September, dem Internationalen Tag des Friedens, wird die Lampe an über 1.000 Kinder aus Vorschulen und Grundschulen übergeben, die an einer „Karawane“ durch die Stadt teilnehmen und so einen Moment der Besinnung und des Austauschs zum Thema Frieden bieten.
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Die Friedenslampe von Assisi hat ihren Ursprung in der franziskanischen Tradition und wird seit 1981 vom Heiligen Kloster an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch ihr Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und die Begegnung der Völker, Kulturen und Religionen hervorgetan haben. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Johannes Paul II., Mutter Teresa von Kalkutta, der Dalai Lama, Michail Gorbatschow, Schimon Peres, Mahmud Abbas, Papst Franziskus, König Abdullah II. von Jordanien und António Guterres.
Im Jahr 2026, dem achten Todestag des Heiligen Franziskus, wurde die Lampe zum Symbol des Giro d’Italia per la Pace, einer Route, die durch italienische Städte und Regionen führt und jede Etappe zu einer Gelegenheit für Begegnung, Besinnung und Engagement macht. Am 20. Mai machte sie bereits in der Provinz Cuneo, in Savigliano, auf Initiative des Friedensrates und der Gemeinde, Station.
Seine Ankunft in Cuneo soll nun dieselbe Botschaft bekräftigen: Frieden nicht als abstrakter Wunsch, sondern als gemeinsame Verantwortung und gelebte Praxis des Zuhörens, der Begegnung und der Wertschätzung anderer. Die Podiumsdiskussion am 20. September ist daher eine Einladung an Institutionen, Religionsgemeinschaften, Vereine und Bürger, gemeinsam authentische „Friedensworkshops“ zu gestalten – in einer Stadt, die sich darauf vorbereitet, am 31. Dezember eine nationale Veranstaltung auszurichten, die genau diesem Engagement gewidmet ist.
Sonntag, 20. September 2026 – 21:00 Uhr
Sala San Giovanni – Via Roma 4, Cuneo
Eintritt und Teilnahme sind frei.