Der Kirschgarten
Dritte Phase des Tschechow-Projekts
von Anton Tschechow,
Übersetzung von Fausto Malcovati,
Regie: Leonardo Lidi,
mit Giordano Agrusta, Maurizio Cardillo, Alfonso De Vreese, Ilaria Falini, Christian La Rosa, Angela Malfitano, Francesca Mazza, Orietta Notari, Mario Pirrello, Tino Rossi, Massimiliano Speziani, Giuliana Vigogna,
Bühnenbild und Beleuchtung: Nicolas Bovey,
Kostüme von Aurora Damanti,
Ton: Franco Visioli,
Assistent Regie: Alba Porto,
Produktion des Teatro Stabile dell'Umbria
in Koproduktion mit dem Teatro Stabile di Torino – Teatro Nazionale, Spoleto Festival dei Due Mondi
„Ein Text, Tschechows letzter , der mitunter konzeptionellere und offenkundig philosophische Monologe enthält als seine früheren Werke, uns aber weiterhin von einer Figur zur anderen wirft, die „Vernunft“ an mehreren Punkten verschiebt und uns buchstäblich den Kopf verdreht.“
Leonardo Lidi
Der kurz vor der Russischen Revolution entstandene Roman „ Der Kirschgarten“ kündigt große soziale Umwälzungen und die Befreiung der Leibeigenen von den reichen Landbesitzern an, ist aber zugleich eine scharfsinnige Analyse der Unfähigkeit des Bürgertums, sich der flüchtigen Gegenwart zu stellen. So führt der Regisseur das Publikum in einen Garten/ein Theater, das nur noch in den Erinnerungen seiner Darsteller existiert, und vertraut ihnen eine bittere Komödie an, die zugleich eine Metapher für das Theater selbst ist.